Le petit flambeau

L'Autriche vue par un universitaire français…

Stellungnahme gegen die Gegenanzeige der IKG-Präsdent Oskar Deutsch

4dec12Am 4. Dezember wurde ich von Teresa Arietta interviewt. Daraus entstand eine Presseaussendung (hier unten oder hier) und ein Video (hier unten). Das Interessanteste ist, dass ich ca. zehn freundliche Emails bekommen habe, von Juden,  die sich nicht trauen, das Thema öffentlich anzugehen. Ein Mann, der bei der IKG angestellt ist (und anonym bleiben will), war besonders froh. Emails oder Nachrichten über Facebook, bekam ich auch von einem Israeli, der in Wien lebt, oder auch den Vereinigten Staaten. Die Einschüchterung seitens der IKG ist einfach inakzeptable…  Zum Thema, siehe auch mein Gastkommentar in der Wiener Zeitung, am 28.8.2012 oder hier, auf diesem Blog. Die Presseaussendung wurde u.a. von den Humanisten übernommen (hier)

 Résumé en français : le 29 novembre dernier, un ancien musulman (Cahit Kaya) et un militant du mouvement « Initiative contre les privilèges de l’Eglise » (Sepp Rothwangl) ont porté à la connaissance du parquet les faits suivants : un rabbin, Schlomo Hofmeister, s’est vanté d’avoir pratiqué plus de 1000 circoncisions sans anesthésie et un médecin affirme avoir circoncis des centaines d’enfants dont les parents étaient musulmans. En réaction, le président de la communauté juive de Vienne (IKG), Oskar Deutsch, a porté plainte contre eux (l’ancien musulman et le militant), pour avoir porté atteinte à l’honneur d’une religion. Le délit de blasphème existe bien en Autriche, sous l’expression « Herabwürdigung religiöser Lehren » (atteinte portée à l’honneur des enseignements d’une religion). La suite des débats devrait être intéressante sur le plan juridique, mais aussi au niveau de la communauté juive car depuis mon intervention publique, j’ai reçu une dizaine de témoignages de Juifs, membre de la communauté ou pas, qui me remercient d’avoir brisé le silence. J’ai reçu un unique courriel un peu désagréable d’un Juif orthodoxe mais une dizaine de messages de gens que je ne connaissais pas, dont un employé de l’IKG (contraint au silence par ses fonctions), un artiste israélien vivant à Vienne ou encore un Juif séculaire vivant aux Etats-Unis. A suivre… du moins je l’espère !

Complément : voir ma tribune sur rue89.

IKG Mitglied Dr. Jerome Segal: – « Als Jude sage ich, Beschneidung ist ein barbarischer Akt ».

Empörung über « Gegenanzeige » von IKG Präsident Deutsch. Ausweg: Umstieg auf symbolische Beschneidung.

Wien (OTS) – Auch Juden brechen nun ihr Schweigen und kritisieren
Beschneidung an nicht einwilligungsfähigen Babys als barbarischen
Akt. Wissenschaftshistoriker Jerome Segal, Assistenzprofessor an der
Pariser Sorbonne, derzeit in Wien lehrend, übt nun massive Kritik an
der Haltung der israelitischen Kultusgemeinde. « Ich bin empört über
Oskar Deutschs Gegenanzeige », sagt Segal. Ein Missbrauchs- sowie ein
Beschneidungsopfer haben ja vergangene Woche einen Mohel
(Beschneider) angezeigt, der angibt, über 1000 Buben beschnitten zu
haben. « Es muss doch möglich sein, barbarische religiöse Rituale
kritisieren zu dürfen. » Segals drei Söhne sind nicht beschnitten,
auch er selbst ist es nicht – obwohl er Mitglied der israelitischen
Kultusgemeinde ist. « Ich halte Beschneidung an nicht
einwilligungsfähigen Babys und Kindern für grausam. Es ist eine
starke Beeinträchtigung der körperlichen Unversehrtheit. Österreich
hat die Kinderrechtskonvention ratifiziert », so Segal weiter. « Aus
Art.19 gehe klar hervor, dass Kindern keine körperliche Gewalt
zugefügt werden darf ».

« Todesstrafe wurde ebenfalls abgeschafft » Piercing ist erst ab 14
und Tätowierung ab 16 erlaubt (mit Zustimmmung der Eltern). « Eine
Operation wie die Zirkumzision, mit derart unwiderruflichen Folgen
und möglichen negativen Konsequenzen auf das Sexualleben, sollte vom
Gesetzgeber erst mit 16 oder 18 Jahren zugelassen werden », sagt der
Universitätsdozent. Segal ist bekennender Atheist und lehnt
Religionsprivilegien ab, vor allem wenn im Namen der Religion Gewalt
legitimiert wird. « In der Thora stehen auf Ehebruch und auf
Homosexualität die Todesstrafe, das wird zum Glück schon lange nicht
mehr angewendet », so Segal. In Israel gibt es seit über einem
Jahrzehnt Antibeschneidungsaktivisten, die sich für das « Brit Shalom »
Ritual einsetzen – das bedeutet, dass die Beschneidung nur noch
symbolisch durchgeführt wird. Auch www.jewsagainstcircumcision.org,
eine Gruppe liberaler amerikanischer Juden, ist gegen Beschneidung.
« We are a group of educated and enlightened Jews who realize that the
barbaric, primitive, torturous, and mutilating practice of
circumcision has no place in modern Judaism. » steht auf deren
Homepage.

Empörender Angriff auf Meinungsfreiheit

Segal kennt auch noch andere Mitglieder der IKG (Israelitische
Kultus Gemeinde), die ebenfalls gegen Beschneidung sind, sich jedoch
nicht trauen, das öffentlich zu sagen. « Der soziale Druck innerhalb
der Gemeinde ist einfach zu groß, sie fürchten Repressalien. Etwa,
dass ihren Söhnen der Besuch einer jüdischen Schule verwehrt wird »,
so Segal. Im November fanden die IKG Wahlen statt. « Leider wagte es
keine der kandidierende Fraktionen, dieses tabuisierte Thema
anzugehen. « In der WINA, der Monatszeitschrift der IKG, stand groß zu
lesen, dass Beschneidung nicht zu hinterfragen sei », ärgert sich
Segal. « Dass IKG Präsident Deutsch nun diese Gegenanzeige zur
Einschüchterung tätigt, ist für mich ein massiver Angriff auf die
Meinungsfreiheit. Dabei könnte Deutsch der jüdischen Gemeinschaft
einen Dienst erweisen, wenn er sich für eine symbolischen
Beschneidung bei Minderjährigen einsetzen würde » so Segal
abschließend.

Video: Jerome Segal im Gespräch mit Teresa Arrieta: « Als Jude sage
ich, Beschneidung ist ein barbarischer Akt »:
www.youtube.com/watch?v=i8gRNBvCDpU

www.kirchen-privilegien.at
www.beschneidungsdebatte.info

8 décembre 2012 - Posted by | Uncategorized

3 commentaires »

  1. Bonjour,

    dans le meme genre, le progrès et le retour au vraies valeurs démocratiques en autriche est en marche😉
    Ewald Stadler zeigt ORF-« Staatskünstler » wegen « Kirchenschändung » an
    http://derstandard.at/1353208536061/Ewald-Stadler-zeigt-ORF-Staatskuenstler-wegen-Kirchenschaendung-an

    Commentaire par Pierrot | 8 décembre 2012 | Répondre

  2. Oui, avec vidéo, http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=LfkdqkYGIr8#!

    Commentaire par segalavienne | 8 décembre 2012 | Répondre

    • Merci je ne connaissais que le texte. Ce n’est peut etre pas du grand art, mais bon. En plus l’ORF est plus proche de l’ORTF que de RTL DE😉
      Le BZÖ/FPÖ et Stronach devrait peut etre proposer d’aller controler le contenu des bibliotheques autrichiennes….on sait jamais, il y a peut etre des mauvaise lectures.

      Commentaire par Pierrot | 8 décembre 2012 | Répondre


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